Plan A und Plan B, hilft mir, gut durch Krisenzeiten zu kommen

A ist der normale Alltag, B ist die heutige Alternative. Diese zwei verschiedenen Pläne im Kopf zu haben, ist ein gutes Anti-Stress-Mittel für mich.

ERSTES BEISPIEL:
Ich hatte mit einer Freundin beschlossen, an ihrem Geburtstag, ins Café zu gehen und das ist ein weiter Weg für mich. Dann begann es auch noch heftig zu regnen.

Als Rollstuhlfahrerin kann ich keinen Schirm aufhalten und darum bedeutete Plan B:

die Freundin zu bitten, zu mir zu kommen. Dazu war sie, trotz Regen, gerne bereit und dann holte ich aus meinem Tiefkühlfach einen (gesunden) Käsekuchen (sprich, ohne Zucker), kochte Kaffee, quirlte Schlagsahne und suchte dann sowohl nach einem Geburtstagsgedicht als auch nach einem passenden Lied für sie bei YouTube.

Ich freute mich, da dieses Konzept im Café so gar nicht machbar gewesen wäre. Ich deckte, mit dem sehr guten, alten Geschirr den Tisch, das ich normalweise sonst gar nicht mehr benutze und freute mich auch, dass ich nicht in Stress geraten war.

Als sie dann kam, waren wir beide mit diesem Konzept sehr zufrieden, da so mein kleines „Kulturprogramm“, ruhig und stressfrei verlaufen konnte.

ZWEITES BEISPIEL:
Mein Plan A war, ich wollte eigentlich eine Geschichte schreiben, ich war dann aber gar nicht in der passenden Stimmung.

Plan B war dann oft für mich, ich klicke ein Video im Netz an, über den „Vogelzug der Störche“, ein Thema, welches mich schon immer zur Ruhe kommen lässt, beziehungsweise mich jedes Mal neu fasziniert.

Es hatte dann tatsächlich wieder funktioniert und so konnte ich anschließend in Ruhe meine Alltagsgeschichte schreiben. Der Erfolg am Abend, ich war mit meinem „Umweg“ zufrieden.

DRITTES BEISPIEL:
Ich hatte eine traurige Stimmung und es gelang mir nicht, eine Anekdote aufzuschreiben und darum suchte ich einen
Plan B, für den heutigen Tag. Ich hatte am Tag vorher in Axel Hackes aktuelles Buch hineingelesen:
„Wie fühlst du dich? Über unser Innenleben in Zeiten wie diesen“, was mich jetzt anregte, über meinen Sinn beim Älter-Werden, nochmals neu nachzudenken. Und beschloss, an einem der nächsten Tage, dieses Thema zu vertiefen.

Fazit:

Was mir jetzt, beim anschließenden Lesen,
auffällt, wie gut ich öfter mit dieser Vorgehensweise mit meinem Selbstgespräch insgesamt zufrieden bin, als mein Leben unbewusst nur so dahinplätschern zu lassen.

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