Hilfen bei „Long-Schlag-Anfall-Syndromen“

Sobald ich nach der ersten Reha wieder zu Hause war, brauchte ich Unterstützung für die vielen, täglich neu anstehenden Fragen. Ich hatte das große Glück dafür u.a. Freunde und Freundinnen an der Seite zu haben, die mich begleiteten.

Grundsätzlich gilt heute bei jedem VERDACHT auf einen NEUEN

SCHLAG-ANFALL, NICHT erst zum HAUSARZT gehen, sondern

SOFORT den Notruf wählen: 1 1 2.

Die Hauptfrage nach der Reha ist, wo und wie bekomme ich kontinuierliche Hilfen? Was steht mir zu? Muss ich vorübergehend in die Kurzzeit-Pflege, direkt ins Pflegeheim oder kann ich wieder in meine bisherige Wohnung?

Für alle Beteiligten ein emotional schwieriges Thema, dass nur individuell zu klären ist.

Beste Ansprechpartner dafür sind jeweils: PFLEGESTÜTZPUNKTE, deutschlandweit. Sie machen beratende Hausbesuche und helfen bei evtl. Beantragungen.

Dringend müssen zu Hause, zunächst tägliche Blutdruckmessungen sein, da die Werte stark schwankend sein können.

Der HAUSARZT ist sowohl zuständig für: Medikamente, Kontrolluntersuchungen, Beantragungen von Hilfsmitteln (wie Pflegebett oder Rollstuhl) als auch dringend notwendige Umbaumaßnahmen, die von den Krankenkasse genehmigt und (mit-) finanziert werden.

Der NEUROLOGE (oder ein anderer Facharzt), ist zuständig für Verordnungen für Psycho-, Physio-, Ergotherapie und Logopädie.

Dringend sofort beantragen NOTRUFKNOPF,z. B. Johanniter. Bei vorhandenem Pflegegrad, zahlt die Pflegekasse die Hälfte, Kosten monatlich ca. 30.— Euro.

Dringend sofort beantragen entweder ganz neu oder erweitern, um entweder einen PFLEGEGRAD (seit 2017) zu bekommen oder ihn zu erhöhen.

Sofort Kontakt aufnehmen zu einem AMBULANTEN PFLEGEDIENST. Welcher für Sie sinnvoll ist, ist sehr schwer einzuschätzen, am besten im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder beim Arzt herumfragen, welcher empfohlen wird. Wichtig ist, einen aus der näheren Umgebung zu suchen, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Einen Menschen aus dem Familien- oder Freundeskreis, aber nur dann wählen, wenn er für dieses Thema ausgebildet ist.

Sofort beantragen: BEHINDERTEN-AUSWEIS beim: LANDESAMT FÜR GESUNDHEIT.

BERATUNGSSTELLE aufsuchen für: HILFE beim PATIENTEN-TESTAMENT, VORSORGE-VOLLMACHT und der BETREUUNGS-VERFÜGUNG (unbedingt mit Begleitung hingehen).

Immer dabei haben: Im PORTEMONNAIE, mit eigener Adresse, Adressen von Bezugspersonen, evtl. Hinweis auf Patientenverfügung und Organspende-Ausweis, Medikamentenliste, Hinweis auf Allergien, Unverträglichkeiten.

SOS-DOSE, im Kühlschrank installieren, mit allen wichtigen Infos zum Thema Schlaganfall, für evtl. Krankenhausaufenthalt.

(Bestellen durch Google oder Apotheke)

Bei rechtlichen Fragen, Mitglied werden beim VDK. (www.vdk.de.)

Aktuelle Ergänzung: Das Schlaganfallcentrum der Berliner Charité, bietet den Kontakt zu ehrenamtlichen Helfern an, die vor ihrem Einsatz geschult werden. Dieser gemeinnützige Verein existiert bereits seit 2015. Ich war erstaunt und erfreut zu hören, dass sie u. U. in die Familien hineingehen, um vor Ort Orientierung für den Alltag zu organisieren.

https://schlaganfallcentrum.charite.de/

oder

www.schlaganfall-allianz.de

Ich wäre dankbar, wenn Sie mir Ihre Ideen für weitere Hilfen weitergeben könnten.

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