Heute erscheint mein letzter regelmäßiger Blog.
Ich werde nur noch unregelmäßig schreiben, nicht, weil mir die Themen ausgegangen sind, aber ich muss leider meinen Stress herunterfahren.
Darum folgt zum Schluss ein aktuelles Interview mit einer Freundin:
FRAGE:
Warum hattest du vor drei Jahren die Idee einen Blog zu schreiben?
ANTWORT:
Weil ich, schon immer gerne, die Themen, die mich beschäftigt haben, aufgeschrieben habe. Da ich zum Einen damit gut beschäftigt war, Langeweile bei mir gar nicht kannte, zum Anderen, neue kreative Ideen, nicht vergessen habe.
FRAGE:
Dann ist es aber gar nicht einfach, wenn du, jetzt aktuell, den kontinuierlichen Blog aufgeben willst. Denn, was setzt du dann an die Stelle? Ich weiß zwar, dass du immer noch, stundenlang, ebooks lesen kannst, aber ist das jetzt, beim Älter-Werden nicht auch ermüdend?
ANTWORT:
Ja, das stimmt. Aber ich habe jetzt auch festgestellt, dass ich in der Vergangenheit, seit ich den Blog schreibe, oft eher die negativen Beobachtungen aufgeschrieben habe.
Durch das Schreiben meines letzten Kapitels, über den Humor ist mir aber bewusst geworden, dass es doch auch viel besser ist, das festzuhalten, was mir, und damit auch den Lesern, eine gute Stimmung macht. Sprich, so dafür zu sorgen, für den Rest des Tages, positive Aspekte zu betonen.
FRAGE:
Deine Idee, dich von mir interviewen zu lassen, finde ich deswegen auch so gut, weil ich als Interviewerin, ebenfalls angeregt werde, für mein Leben, neue Aspekte zu suchen und damit das Thema Kreativität ausführlicher zu reflektieren.
Was bedeutet für dich heute Kreativität?
ANTWORT:
Darauf gibt es u.a. die Antwort, dass die Fortsetzung des bisherigen aktiven Lebens möglich sein sollte. Das bedeutet immer, sich durch Mitmenschen anregen zu lassen, neue Ideen zu entwickeln.
Dazu eine gewagte These: Schöpferische Prozesse wie z. B. Malen, Kochen, Singen oder Schreiben, können Schmerzen lindern, denn sowohl Altbekanntes als auch Neues setzt Endorphine, sprich Glückshormone, frei. Regelmäßig kreativ sein, bedeutet vor allem den Alltag gelassener, lebendiger und zufriedener zu gestalten.
Ich verstehe heute, das ist keine Frage des Alters. Denn sie ist eine Verbindung von VERSTAND und GEFÜHL und kann allerdings damit einiges ausgleichen, was im Alter durch fehlende Geschwindigkeit oder Gedächtnisverlust nachlässt. Damit haben wir alten Menschen der jüngeren Generation vieles voraus.
FRAGE:
Wo siehst du dich in der nächsten Zeit?
ANTWORT:
Ich hoffe sehr, dass ich so lange wie irgend möglich, mit diverser Hilfe, in meiner geliebten Wohnung weiterhin leben kann. Ich weiß aber auch, dass ich, eventuell hier auf dem gleichen Gelände in ein Pflegeheim umziehen könnte. Eine Wohngemeinschaft, wäre bei einer Demenz-Erkrankung, auch eine mögliche Alternative.
Resümee:
Ich habe in meinem Blog viele Themen angesprochen, insgesamt 50.
Zu Beginn hatte ich mir nie vorstellen können, dass ich diese auch veröffentlichen würde. Angeregt durch die sehr interessanten Blogs meines Lieblingsautoren, Hans Josef Ortheil, bin ich jetzt sehr, sehr zufrieden, dass ich mich von ihm habe „motivieren“ lassen, mit dem, was ich mit diesem Blog für mich, und hoffentlich auch für Leser, angeschoben habe.
Jetzt merke ich aber trotzdem, es gibt für mich weiterhin noch viele offene Themen.
Darum halte ich, zum Abschluss, schon mal einige Ideen fest:
- Generationsübergreifende Kontakte suchen und hoffentlich auch finden, da es hilft Isolation zu überwinden.
- In meinem direkten Umfeld, Vorbilder suchen, von denen ich mich „anstecken“ lasse, in meinem Alltag noch etwas zu verändern.
- Wie lautet ein Mittel gegen Einsamkeit?
- Aktuell hilft es mir, jeden Abend neu nachzudenken, neu aufzuschreiben:
Was hat mir heute Freude gemacht?

Was für ein schöner, ehrlicher und wohltuender Abschluss. Beim Lesen spürt man Ruhe, Klarheit und eine große Lebensweisheit.
Besonders berührt hat mich der Gedanke, den Blick bewusst auf das zu richten, was Freude macht – gerade im Alltag, gerade in dieser Lebensphase.
Das Interview wirkt lebendig und nah, fast so, als säße man mit euch beiden am Tisch und dürfte zuhören. Die Gedanken zur Kreativität machen Mut und zeigen: Lebendigkeit hat nichts mit Alter zu tun, sondern mit Offenheit, Neugier und Herz.Dieser Blog endet nicht mit einem Punkt, sondern mit einem Komma.
Er lädt ein, weiterzudenken, weiterzufühlen – und vielleicht abends selbst zu fragen:Was hat mir heute Freude gemacht?
Danke für diese inspirierenden Texte, für die Ehrlichkeit und für das Vertrauen, so persönliche Gedanken zu teilen.Ich freue mich auf alles, was in deinem eigenen Rhythmus noch kommen darf. 🌷
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