Dankbarkeit 3 – Start ins Leben

Dieses Thema ist so unendlich groß, dass ich mich entschieden habe, darüber drei verschiedene Blogs zu machen, darum hier eine weitere Ergänzung:

Anekdoten zur Dankbarkeit, gibt es aus meiner Kindheit sehr viele, das wäre ein weiteres, lohnendes Thema, aber ich beschränke mich hier auf Gedanken, passend zu den Fotos.

Als ich zwei Monate alt war, wurde unser Haus ausgebombt, alles wurde zerstört, aber wir haben überlebt. Es folgten zehn entbehrungsreiche Jahre, mit insgesamt neun verschiedenen Unterkünften.

Wie unsere Eltern es immer wieder schafften, die zerstörerischen Verhältnisse der Kriegs-und Nachkriegszeiten nicht in das Innenleben unserer Familie eindringen zu lassen, ist erstaunlich und es ist unfassbar, dass es aus dieser Zeit in unserer Familie hunderte von Fotos gibt, auf denen wir teilweise sogar glücklich aussehen.

Für diesen Start in ein turbulentes Leben, bin ich bis heute, meinen Eltern unendlich dankbar. Ich bin auch immer wieder froh, dass ich ihnen das früher sehr oft gesagt habe.

Durch zahlreiche Familien-Fotos (erstaunlich für die damalige Zeit, aber möglich gewesen durch eine Tante, die in einer Stadt lebte, die nicht zerbombt war), konnte mein Bruder, mir zum siebzigsten Geburtstag, ein sehr gekonntes und mich, bis heute, immer wieder tief berührendes „Kinderbuch“, mit dem Titel: „Friedliche Bilder aus friedlosen Jahren“ erstellen.

Friedliches Bild auf dem Land, nachdem unser Haus zerstört war. Was die Eltern überall anlegten, das waren Obst- und Gemüsegärten und so brachten sie unsere Familie durch die schwierigen Zeiten.

Erster Schultag

Bedingt durch einen Umzug von einer Stadt in die andere, kam ich 6 Wochen später in die Schule. Vom ersten Schultag gibt es darum nur dieses Foto, zwar ohne Schul-Tüte, aber mit einem neuen Freund.

Schaukeln

Schaukeln gehört zu den ERINNERUNGEN, die ich sehr gemocht habe, weil ich mich dabei mutig und lebendig fühlte. Denn sonst war ich in der Kindheit das kleine, hilflose und schüchterne Mädchen, das vieles nicht alleine bewältigen konnte.

LEBEN MIT KINDERN

Fasching

Und jetzt ein großer Sprung: Mein Beruf bedeutete mir Jahrelang, vor allem LEBENSFREUDE, mit spielen, singen, tanzen, kochen und gemeinsamen Kurzreisen.

Aber es gab auch viel Stress mit Kindern, deren Eltern und damit täglichen Herausforderungen…

Ich bin unendlich dankbar, für mein erfülltes und befriedigendes, berufliches Leben.

AKTUELL SIND ES HEUTE, BEIM ÄLTER-WERDEN, KLEINE THEMEN, die mir helfen, meinen Alltag positiv zu sehen. Dadurch finde ich auch oft kreative Veränderungen.

Blumenbalkon, statt Garten

Ich habe heute zwar keinen Garten mehr, aber bunt und vielseitig ist mein kleiner SONNEN-BALKON, den ich zwar mit Hilfe, aber doch auch noch selbst gestalten kann.

Ich kann dankbar sein, dass treue Freunde mich zu Hause besuchen, sich sowohl am gedeckten Tisch und dem gemeinsamen Kochen erfreuen, Kaffee trinken als auch gerne n u r mit mir reden, sprich das „Erzähl-Café“ genießen.

Hochbeet und Ziegen

In einer pädagogischen Einrichtung, übernahm ich, nach dem Einstieg in den „Unruhestand“, einige EHRENÄMTER, eine Garten-und eine Literaturgruppe.

Mohnblumen

Eine meiner Lieblingsblumen, sind Mohnblumen, die mich immer schon, auch als Kind, unglaublich faszinierten, da sie so besonders farbenfroh sind und bei Wanderungen, am Rand von Getreidefeldern standen, im Wechsel mit Kornblumen. Sie erinnern mich, bis heute an wunderbare warme und entspannte Sommertage.

Herbstfrüchte

Im Herbst brachten mir Freunde unaufgefordert, diese Herbstfrüchte mit, da sie wussten, dass ich dafür jetzt selbst nicht mehr sorgen kann und ich habe mich beim Blick auf meinen Balkon, bis zum ersten Schneefall daran erfreut.

Schreiben

Aktuell bin ich dankbar, dass ich weiterhin sowohl E-Mails als auch diesen Blog (aber mit

Unterstützung durch einen Helfer, für die Technik) schreiben kann.

Meine ständige Suche nach erleichternden Lösungen für meinen Alltag, kann ich so immer wieder vertiefen. Trotz Einschränkungen, versuche ich mir so meine Lebensfreude, oft auch meinen Humor, zu erhalten oder neu zu entwickeln. (Jeder, der in ähnlicher Situation ist, wird wissen, wie schwer beides ist und wie oft es auch nicht gelingt.)

Gut ist es, wenn ich, mal wieder den Schlüssel verlegt oder einen Termin falsch notiert habe, darüber anschließend aber lachen kann. Denn, statt mich selbst zu beschimpfen, könnte ich eher mit mir zufrieden sein, dass ich den Fehler gemerkt habe.

Alltäglichkeiten bringen mir zum Beispiel Freude, dann, wenn mich ein Nachbar anlächelt, ich das Lächeln erwidere, mir gute Musik auflege, mich freue am Sonnenschein des heutigen Tages, ein Kompliment gebe oder eines bekomme. Aber auch ausreichend Schlaf, gutes Essen (also das, was für mich gut ist), diverse Bewegungsübungen, sorgen heute für kleine Erfolgserlebnisse. Wenn ich sie bewusst wahrnehme, dass mir das, was mir gestern noch nicht gelang, heute geschafft habe. Damit bekomme ich eine bessere Stimmung für den Tag.

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