
GESUNDE ERNÄHRUNG war mir schon immer wichtig, aber wie erfahre ich nach einem Schlag-Anfall, wie sie JETZT für mich richtig ist?
An dieser Stelle sage ich kritisch (und da werden mir sicher viele Leser zustimmen), Ärzte sind bei diesem Thema leider oft keine umfassend guten Berater, dafür fehlt ihnen auch die Zeit.
Darum war und bin ich seit Jahren sehr froh, für mich die Sendung der ERNÄHRUNGSDOCS entdeckt zu haben. Locker ausgedrückt: Sie sind für meine Ernährung MEINE GURUS geworden.
Darum setze ich hier meinen Brief an Sie ein, aus dem deutlich hervorgeht, warum ich so dankbar für diese Sendung bin. Im August 2019 schrieb ich:
„Liebe Ernährungsdocs,
schon lange wollte ich mich bei Ihnen und Ihrem Team, für die, aus meiner Sicht, wichtigen, aktuellen und dringend notwendigen Fernsehsendungen bedanken. In jeder Sendung (und ich habe fast alle, manche sogar mehrere Male) gesehen, wird deutlich, wie Sie Ihre Patienten sowohl ernst nehmen als auch professionell und umfassend aufklären.
Ich dachte lange, ich ernähre mich schon ganz gesund, da ich durch die
- 15jährige Begleitung meines schwerstbehinderten Mannes (viel Stress);
- eine Darmoperation, wegen Divertikulitis (bei der leider kein hoher Blutdruck diagnostiziert wurde, wie ich später erfuhr);
- schlechte Blutwerte und drohenden Beginn des Diabetes 2, meine Ernährung (teilweise, aber noch immer nicht genügend konsequent) umgestellt hatte.
Diagnose nach meinem Sturz:
‚Aneurysma, Lähmungen auf der linken Körperhälfte‘.
Heute habe ich noch immer eine Schwäche im linken Bein, fehlende Kraft im linken Arm und Unbeweglichkeit der linken Hand.
Nach vier Monaten Reha, konnte ich zwar wieder in meine Wohnung zurückkehren, da sie barrierefrei ist, vor allem einen Fahrstuhl hat, aber ich musste mit einigen Behinderungen leben lernen.
So wie für andere der TATORT die wichtigste Fernseh-Sendung ist, wurden es für mich Ihre Sendungen. Da ich zum Glück sehr bald wieder fähig wurde, zu lesen, neue Erfahrungen zu machen und Freude am Wieder-Neu-Lernen bekam, begann ich Ihre Sendungen begierig aufzunehmen.
Vor zwei Jahren übernahm ich dann auch das Konzept INTERVALLFASTEN und setzte Ihre Vorschläge, mich wirklich gesund zu ernähren um, damit ich keinen weiteren Schlag-Anfall bekam.
Das bedeutet: KEINEN ZUCKER, KEIN WEIZEN, KEINE FERTIGGERICHTE, KEIN FLEISCH, KEINEN ALKOHOL, aber viel FRISCHES GEMÜSE. In meinem Fall auch wenig Obst (auf Grund einer Fructose Intoleranz) und alles gedünstet.
Meine GUTEN BLUTWERTE sagen mir heute, ich brauche weder blutdrucksenkende Medikamente noch welche für gute Schilddrüsenwerte und ich bin nicht mehr gefährdet Diabetes 2 zu bekommen.
Ich habe seitdem zwölf Kilo abgenommen.
Ja, ich bin weiterhin einarmig und meine zu geringe Bewegung bleibt ein Problem.
Nochmals danke und machen Sie bitte unermüdlich weiter so.“
Eine Woche später bekam ich von Ihnen einen netten Dankesbrief. Und noch einmal mehr, habe ich mich von Ihnen als Ärzte ernst genommen gefühlt.
(Siehe: YouTube, Mediathek der dritten Programme, und zahlreiche Bücher der Ernährungsdocs.)
Da vielleicht nicht jeder sich Hilfe durch Fernsehsendungen heraussuchen kann, hier ein Vorschlag: Sollten Sie keinen Profi in ihrer Umgebung haben, Sie haben ein Anrecht durch die Krankenkasse eine mehrmalige ERNÄHRUNGS-BERATUNG zu bekommen.

Alleine leben, täglich kochen, trotzdem den Haushalt organisieren, das sind bereits für jeden „normalen“ älteren Menschen schwierige Lebensbereiche. Mir als einarmiger, behinderter Frau fällt zunehmend auf, wie hochkompliziert das Einkaufen geworden ist (was ich ja selbst nur noch am Küchentisch leisten kann). Es gibt im Netz, z. B. ständig neue Informationen: ‚Was ist ökologisch sinnvoll?‘ oder ‚Das und Jenes, sollten sie überhaupt nicht mehr essen oder in dieser Ware sind Giftstoffe enthalten“…
Die ständig veränderten Informationen überfordern mich anhaltend. Sie sind verwirrend und machen mir viel Stress. Ein Stressfaktor, den ich nicht mehr haben will und darum setze ich neue Ideen oft gar nicht mehr um.
ROTKRAUT war immer eins meiner Lieblingsgemüse. Klar, einen Kohlkopf schneiden, das geht heute gar nicht mehr. Da ich aber grundsätzlich jeden Tag frisch kochen möchte, wollte ich auch keine Dosen oder Gläser mehr nutzen, da ich diese alleine nicht öffnen kann.
Kürzlich sah ich ein Video und erfuhr die erschreckende Botschaft, dass tatsächlich in einem Glas Rotkraut 20 Stücke Würfelzucker enthalten sind. So wurde mir klar, selbst wenn ich einen Helfer habe, der mir das Glas öffnet, ist diese ‚schnelle Küche’ nicht mehr meine Lösung. Als jemand, der immer gefährdet ist, Diabetes 2 zu bekommen, bleibt nur TIEFKÜHL-GEMÜSE, um mich wirklich gesund zu ernähren.
Auch für den Menschen, der keinen Schlaganfall hatte und der nicht einarmig ist, hier die beruhigende Nachricht: Tiefkühlgemüse wird dann eingefroren, wenn es reif ist und lagert nicht schon mehrere Tage. Es ist von daher tatsächlich gesünder als Gemüse aus dem Regal oder vom Markt.
Ich weiß, dieses ist eine Wiederholung, trotzdem möchte ich noch einmal das Thema aufgreifen, warum ich, trotz Behinderung, TÄGLICH FRISCH KOCHEN möchte? Weil ich heute weiß, dass in allen FERTIGNAHRUNGEN sowohl ZUCKER, ZUCKER-ERSATZ-STOFFE, SALZ als auch DIVERSE KONSERVIERUNGS-STOFFE enthalten sind. Ja, es stimmt, das Alles BEFÖRDERT BLUTHOCHDRUCK und ist damit GIFT für den Schlag-Anfall-Patienten.
Ich selbst brauche für mein (alleiniges) Kochen:
EINE PRISE GEDULD. Denn Alles dauert länger.
EINHÄNDER-BRETT

SPEZIELLER DOSENÖFFNER

Evtl. REIBE, die zu Fixieren sein muss
STIELTOPF, zum Abgießen mit einer Hand
GLASGESCHIRR, für Mikrowelle, kein Plastik
KLEINE KÜCHEN-MASCHINE, zum pürieren

SCHERE, zum Schneiden von Kräutern
GUMMIUNTERLAGEN-SETS, damit Geschirr nicht verrutscht
WAFFELEISEN

Küchen-Drama
Neulich zog ich an der Kühlschrank-Tür, wie immer, als mir mit Donnergetöse sowohl eine Mandelmilch als auch drei Flaschen Öl auf den Steinboden knallten. Ich war fassungslos und es dauerte, bis ich verstand, was genau passiert war. Die Halterungen in der Kühlschrank-Tür waren herausgebrochen. Das Gemisch von Scherben, Milch und Öl auf dem Boden, ließen mich zutiefst verzweifeln. Nach einer längeren HILFLOSIGKEITS-HEUL-ARIE versuchte ich einen Plan zu machen, da ich zum Glück sofort wusste, ich kann dieses Gemisch nicht selbst ‚löschen’. Es war für diesen Tag auch keine Hilfe angesagt.
Darum entschied ich mich, mit dem Schrubber, mit zahlreichen alten Küchentüchern, diese diversen Teile in eine Ecke zu schieben, abzudecken und dort liegenzulassen. So kam es nicht noch zusätzlich zu Verletzungen. Ich war am Ende dieser Arie stolz auf mein besonnenes Vorgehen und wieder einmal dachte ich:
‚Es wäre doch gut, wenn ich in einem Haus mit betreutem Wohnen leben würde’. Hier habe ich bei solchen Aktionen keinerlei schnelle Hilfe, denn meine Nachbarn sind noch älter als ich, der Hausmeister, kommt nur einmal in der Woche und die Freunde wohnen weit weg.
Das Wichtigste war dann den ganzen Tag über, immer wieder mit Feuchttüchern nachzuwischen, denn noch lange gab es glänzende, somit gefährliche Stellen auf dem Fußboden.
Leider kam ich nicht auf die Idee, dieses Drama zu fotografieren. Schade, da kann ich von jüngeren Menschen noch viel lernen.