„Luft und Bewegung sind die eigentlichen geheimen Sanitätsräte“.
Theodor Fontane, Schriftsteller, 1829-1898
In diesem Blog werde ich nicht ausführlich auf die ungeheuer zahlreichen Anregungen eingehen. Es ist für mich selbstverständlich, dass Jede/-r auch noch jahrelang nach dem Schlaganfall, kontinuierlich Übungen machen kann, soweit es der INNERE SCHWEINEHUND zulässt.
Dazu zunächst ein Hinweis, der HAUSARZT kann nur einige Verordnungen verschreiben, zwei mal sechs.
Der Facharzt, wie z. B. der NEUROLOGE kann aber für uns als Chroniker-Patienten, langanhaltende Verordnungen verschreiben.
(Siehe: https://www.flintrehab.com/de/ubungen-nach-schlaganfall/)
Das schreibe ich deshalb, weil das Vorurteil in meinem Umfeld bestand: „Ja, sie bekommen das, weil sie sich durchsetzen können.“ Ich weiß aber: „Ja, sie bekommen es auch, weil es ihnen zusteht, aber Sie müssen es beantragen.“
Nach der Reha muss das Gehirn weiterhin ständige Stimulationen bekommen, denn nur dann kann die Heilung weitergehen.
Die ersten Schritte für neue Übungen sind zunächst die Visualisierung der Bewegungen, um die Lähmungen zu bekämpfen. Am besten natürlich mit der Unterstützung des Physiotherapeuten.
Tägliche Bewegungsübungen sind notwendig, um das Gehirn mit neuen Informationen zu versorgen und die Muskeln zu stärken. Denn dadurch kann es zu Neuvernetzungen im Gehirn kommen. Ein Anspruch, den ich lange Zeit nicht verstanden und mit Nicht-Kooperation beantwortet habe.
Für mich zu Hause war das entscheidende Training das Standfahrrad, mit allmählicher Steigerung. Es war für mich sicher auch deswegen so erfolgreich, weil ich, bis zu meinem Schlaganfall, immer schon viel Fahrrad gefahren war (noch kurz vorher machte ich eine Radtour an der Donau entlang.) Dazu musste ich nie motiviert werden.

Ich stelle mir kurze Videos auf meinem IPad ein, ca 20 Minuten, denn dann bleibe ich sitzen. Mein Trick: Wenn der Alltagsbetreuer da ist, muss ich auf dem Rad sitzen bleiben, solange er saugt und wischt.