Was kann ich vorbeugend tun, um keinen zweiten Anfall zu bekommen?
Das Thema ist so umfassend, dass ich hier nur jeden Leser ermutigen kann, sich selbst, passend zur individuellen Krankheitsgeschichte, umfassend und immer wieder aktuell zu informieren. Ich bin mir sehr bewusst, dass meine Hinweise keine ausreichenden Aufklärungen sind.
Hier einige allgemeinen Informationen:
- Familiär bedingte Vorerkrankungen können auch immer ein Grund für einen Schlag-Anfall sein.
- Durchblutungsstörungen im Gehirn können sowohl durch einen Verschluss der Halsschlagader oder ein verstopftes Blutgerinnsel hervorgerufen werden. Untersuchung: Ultraschall.
- Da Hirnblutungen immer mit einem zu hohen Blutdruck, der oft nicht bekannt ist, einhergeht, ist die tägliche, manchmal mehrmalige Blutdruckmessung unerlässlich. Werte, im Alter: höchstens 140/ 85mmHg.
- Sicher ist bereits allgemein bekannt, sowohl Rauchen als auch Alkohol sind hohe Risikofaktoren.
- Der bereits vorhandene Diabetes 1 und 2, muss dringend behandelt, erhöhte Blutfettwerte gesenkt werden.
- Ideal für all diese Themen ist kontinuierliche, jahrelange Nachsorge durch professionelle Ärzte bzw. eine gute (vorübergehende) Ernährungsberatung.
- Schutz könnten zwar zunächst Medikamente sein, aber ich muss mir immer bewusst sein: KEINE WIRKUNG OHNE NEBENWIRKUNG.
- Das Ziel sollte langfristig immer eine VERRINGERUNG DER MEDIKAMENTE sein. Aber niemals alleine reduzieren, denn gerade durch eine Medikamentenpause, kommt es häufig zu einem erneuten Schlag-Anfall.
- Langfristige Hilfe wird nur eine Veränderung des Lebensstils sein, sprich ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG (u.a. verringern, noch besser insgesamt vermeiden von Salz- und Zuckerkonsum.)
- Regelmäßige BEWEGUNG, kann darüberhinaus die Reduzierung des hohen Blutdrucks günstig beeinflussen.
- (Siehe: Physiotherapie)
- Lang anhaltender psychischer STRESS ist ebenfalls ein Risikofaktor.
Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist diese Themen alleine anzugehen.
Meine MOTIVATION ZUR VERÄNDERUNG, bekam ich durch kontinuierliches Nachlesen des aktuellen Wissensstandes zu diesen Themen. Aber auch durch professionelle THERAPEUTEN UND REHA-MAßNAHMEN (und wie schon beschrieben durch mein reflektierendes Schreiben.)
- Hilfen könnten auch immer sein: SELBSTHILFEGRUPPEN, von ebenfalls Betroffenen.
Einen Schlag-Anfall zu erleiden, bedeutet, auch noch nach Jahren, bereit sein NEUES ENTDECKEN und LERNEN, HILFE ZU HOLEN, eingefahrene Wege zu verlassen und neue einzuschlagen.
Es wäre nicht nur für mich selbst, sondern auch für mein gesamtes Umfeld, die Voraussetzung, um angst- und stressfreier zu leben.